Startseite
    Allgemeine Daten
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


Webnews



http://myblog.de/miela-samira

Gratis bloggen bei
myblog.de





Anfang oder Ende?

Er wurde verurteilt. 3 Jahre für die Vergewaltigung. 6 Monate für die Nötigung. Zusammengefasst sieht es das Gericht als 3 Jahre und 2 Monate ohne Bewährung. Es ist bald ein Jahr her, dass das Urteil gesprochen wurde und dennoch ist es nicht abgeschlossen. Wieviel Schmerzensgeld ich bekommen soll wird derzeit noch ausgehandelt. Wenn ich das hinter mich gebracht habe...ist es dann endlich ein neuer Anfang?
26.4.09 19:42


Werbung


Blut

Sanft fließt...nein...sickert das Blut mein Bein hinab

Es ist warm, rot und so zärtlich zu meiner Haut

Es fühlt sich an wie tausend zarte Küsse wenn es meine Seele mit Leben füllt...

Dieser Moment in dem ich schneide, dieser erlösende Augenblick, ist schon beinahe heilig für mich

Ich zittere vor Anspannung wenn ich die Klinge fest in meinen Fingern halte und aushole...

Erst der Schnitt, dann der Schmerz und für wenige Sekunden sieht man das jungfräuliche weiße Fleisch...bis das Blut anfängt zu sickern...bald fließt es...sanft und liebevoll küssend mein Bein hinab.

Ich liebe diesen Moment wenn die Haut aufspringt und die Zeit für einen winzigen Moment stehen zu bleiben scheint

Das Blut ist der Trost für den Schmerz...das satte, kräftige Rot meines Blutes

2.3.08 23:03


Vorsicht: KEINE STERNCHEN GESETZT
Original von ryl
Übersetzung aus dem Englischen von MaraJade


*
*
*
*
*
*
*
*
*
*


Bevor du dich zum ersten Mal schneidest, bedenke: Du wirst es genießen. Du wirst den Schmerz und das Blut erlösend finden. Obwohl du denkst, du kannst nur ein paar flache Schnitte machen, die leicht heilen ... sie werden tiefer werden. Sie werden zu Narben. Sie werden einige Monate brauchen, um zu heilen. Und die Narben einige Jahre, um zu verblassen. Wenn du denkst, du könntest das Cutten auf ein Körperteil beschränken, dann denk darüber nach, was passiert, wenn dort kein Platz mehr ist. Bereite dich darauf vor, dich von Anderen zurückzuziehen und dich in einem konstanten Stadium der Scham zu befinden.


Selbst, wenn du die ehrlichste Person bist ... du wirst die, die du liebst, belügen. Du wirst vor deinen Freunden zusammenzucken, sobald sie dich berühren, als wären ihre Hände in Gift getränkt. Du wirst furchtbare Angst haben, dass sie durch die Kleidung etwas fühlen könnten oder es wird schrecklich weh tun, angefasst zu werden.


Sei darauf vorbereitet, so sehr die Kontrolle zu verlieren, dass du den nächsten Schnitt fürchtest, da du nicht weißt, wie schlimm er sein wird. Warte nur, bis aus 10 Schnitten 100 Schnitte werden ... dein Leben wird sich nur ums Cutten drehen, und darum, das Cutten zu verbergen. Und warte nur, bis du zum ersten Mal „zu tief" schneidest. und du wirst durchdrehen weil das Blut nicht aufhören wird zu fließen ... und du siehst deine Haut aufklaffen ... und du fühlst, wie du am ganzen Körper zitterst. Du bekommst eine Panikattacke und furchtbare Angst, aber du kannst es niemandem sagen. Also sitzt du da und betest, dass es ok ist und du schwörst, dass du nie wieder so weit gehst ... aber das wirst du tun. Und noch weiter. Mach dir keine Sorgen. Du wirst dich um deine Schnitte kümmern, so dass du tiefer und tiefer gehen kannst, ohne ins Krankenhaus zu müssen. Und je besser du die Schnitte versorgst umso tiefer werden sie werden.


Du wirst dich selbst belügen und dich vor dir selbst rechtfertigen, wenn du dich dabei erwischst, 20, 30 oder 50 Euro für Medikamente und Verbände auszugeben. du wirst deinen Herzschlag jedes Mal spüren, wenn du an der Reihe bist, zu sagen, was du brauchst ... Klammerpflaster ... 3 oder 4 verschiedene Verbände ... Wundheilsalbe ... Entzündungshemmende Creme ... Pflaster ... Salben zum Reduzieren der Narbenbildung ... du wirst deine Einkäufe schnell einpacken und hoffen, die Schlange löse sich in Luft auf und niemand starre dich an und wundere sich, wofür du das alles brauchst. Und gleichzeitig hoffst du, dass es jemand bemerkt ... jemand, der in der Schlange steht und ebenfalls diese Dinge braucht ... jemand, der dich versteht. Aber natürlich wird dies niemals geschehen.


Medizinische Dinge werden nicht die einzigen sein, für die du dein Geld ausgibst. Sei darauf vorbereitet, neue Kleidung zu kaufen. Langärmelige Shirts in Sommerfarben, Armbänder, Schweißbänder ... Stiefel ... Stulpen ... die Liste wird immer länger. Du wirst anfangen, alle anders anzusehen ... ihre Körper nach irgendeinem Anzeichen der Selbstverletzung absuchen ... hoffen, jemanden zu finden, der so ist wie du ... um dich nicht so schrecklich allein zu fühlen. Du wirst sogar daran denken, während deine Augen ihre Handgelenke absuchen ... hoffen, einfach hoffen, dass sie sind wie du ... aber das sind sie nicht. Du siehst ihre sauberen Arme und wirst dich schämen und allein fühlen.
Du wirst anfangen, eine Menge Dinge allein zu tun. Du wirst deine Wäsche zu Hause waschen müssen, damit niemand die Blutflecken auf deiner Kleidung und in deinen Handtüchern sieht. Und du wirst immer das Blut beseitigen ... den Badezimmerboden schrubben ... das Blut von deiner Tastatur abtrocknen ...


Du wirst nicht fähig sein, einen einzigen Tag ohne das Schneiden durchzustehen ... das nächste, was du tust, ist, dass du in einer öffentlichen Toilette den Schorf mit einer Nadel aus deinem Notfallpaket aufkratzt. Wenn es wirklich extrem wird, wird alles ein Werkzeug zur Selbstverletzung sein ... Scheren ... ein Autoschlüssel ... eine Nadel ... eine Büroklammer ... sogar ein Stift. Es ist egal, was es ist ... wenn du dich dringend verletzen musst, wirst du etwas finden.


Sag „auf Wiedersehen" zu den Dingen, die du für selbstverständlich gehalten hast. wie kurze Hosen tragen oder Sandalen ... Fußpflegeprodukte ... oder ärmellose Oberteile. Ein normaler Sommertag am Strand oder im Schwimmbad wird für dich eine längst vergessene Erinnerung sein.


Und dann wird deine Haut anfangen zu jucken. So sehr jucken und jucken ... „so sehr, dass du aussehen wirst, als hättest du Flöhe oder eine Hautkrankheit." ...


Du wirst ein Experte deines Körpers werden und du wirst ihn vorsichtig zerstören. Du wirst vom Schneiden träumen ... du wirst davon träumen, bloßgestellt zu werden. Es wird dich Tag und Nacht verfolgen und dein Leben steuern. Du wirst dir wünschen, den ersten Schnitt nie gemacht zu haben weil du mittlerweile das Schneiden absolut HASST ... zur gleichen Zeit kannst du ohne es nicht leben.
Du wurdest gewarnt.

10.11.07 19:03


Blut

Ich habe vor ungefähr vier Monaten angefangen mich selbst zu verletzen. Eigentlich recht spät, dafür was mir bis dahin alles passiert ist...so dachte ich bisher. Inzwischen bin ich mir sicher, dass einiges an meinem Verhalten der letzten Jahre auch schon Selbstverletzung waren...nur eben keine sichtbaren.
Als ich 13 war wurde ich das erste Mal von meinen beiden damaligen "besten" Freunden sexuell mißbraucht. Sie waren beide ein wenig älter als ich...
Darunter litt ich in den folgenden Jahren schwer...Es war im Grunde nicht "viel" passiert damals, aber ich hatte bis dato keinerlei sexuellen Kontakt mit einem Jungen...
Mein "erstes Mal" war sehr schön...nur wollte dieser junge Mann nach wenigen Monaten mehr als ich geben wollte. Ich hatte 40°C Fieber, war krank und nicht in der Lage mich großartig zu wehren...Ich wachte nachts auf, weil ich so ungewohnte Schmerzen verspürte. Er lag auf und in mir.Ich trennte mich.
Einige kurze Beziehungen folgten. Zwei weitere Vergewaltigungen kamen hinzu. Allerdings bin ich mir da noch immer nicht sicher, ob es nicht nur so schlimm für mich war, weil ich vorbelastet war und noch immer bin. Tatsache ist, dass ich immer mehr Komplexe hatte. Einige Zeit konzentrierte ich mich dann auf die Mädchen in meiner Umgebung, bis ich den Vater meiner Tochter traf.
Er war die große Liebe meines bisherigen Lebens. Ihm habe ich mich vollkommen anvertraut und nach einiger Zeit war es wirklich wunderschön mit ihm zu schlafen. Ich reifte nach und nach zur Frau und genoß das Leben mit ihm. Ein Jahr später wurde ich plötzlich schwanger. Das riss seine (!) Welt vollkommen aus den Fugen. Während der Schwangerschaft war er sehr weg...Er machte gerade sein Fachabi. Ich ging zunächst noch zur Schule, hatte gerade mit der Oberstufe angefangen. Wegen schweren Komplikationen in der Schwangerschaft musste ich meinen Bildungsgang zunächst unterbrechen. Ich beschloss, mich die nächsten 3 Jahre voll auf meine Tochter zu konzentrieren.
Mit ihrer Geburt teilte sich mein Leben in zwei Sparten. Die Nacht und der Tag. Am Tag war alles (scheinbar) wundervoll...Mia ist ein wundervolles Kind und sie war auch ein wunderbares Baby. Die Nacht war die Hölle.
Nach der Geburt wollte ich etwa 3 Monate lang keinen Geschlechtsverkehr. Verständlich für jeden der mal eine Geburt durchmachen musste...Mein damaliger Freund verstand es nicht. Es nervte ihn, dass er nun Vater war, es überforderte ihn total. Er ließ mich und Mia viel alleine, erzählte mir von den Frauen die er nahezu täglich kennenlernte wenn er abends ausging...Ich litt sehr, als er dann noch anfing mir vorzuwerfen wie "fett" ich doch noch sei. Seine Schwester sei ja direkt nach der Geburt ihres Sohnes wieder schlank gewesen...Er verstand nicht, dass ich zunächst nicht abnehmen durfte. Immerhin hatte ich voll gestillt...Nunja...es kam zu der Nacht als er mich das erste Mal berührte während ich schlief. An sich für Liebespaare nichts Ungewöhnliches...Als er mich dann aber weckte indem er in mich eindrang war der Punkt überschritten an dem es für mich noch "Okay" gewesen wäre. Ich spürte ihn, aber er hatte zuächst nicht gemerkt, dass ich wach geworden bin. Als ich anfing zu weinen glaubte ich, dass er aufhören würde. Ich konnte einfach nichts sagen. Ich war wie gelähmt. Er hörte nicht auf. Nicht in dieser Nacht und auch nicht in den folgenden Nächten in denen ich nichts sagte. Tagsüber taten wir so als sei nichts gewesen und wenn ich Abends schlafen ging hatte ich immer schreckliche Angst, dass er wieder ankommen würde. Ich fühlte mich so dreckig und so benutzt...Ich schwieg so lange Zeit...Innerlich verstummte ich eben so. Mein Selbstbewußtsein schwand...so weit bis ich nicht mal mehr Mut hatte den Pizzaservice anzurufen. So eine banale Sache, aber ich konnte es nicht. Zwei Tage vor Weihnachten vergewaltigte er mich erneut...Diesmal von "hinten". Es war so schrecklich und es tat so sehr weh...Ich konnte einfach nicht mehr. Also vertraute ich mich endlich (!) einer Freundin an. (Sie hat mir auch dieses Forum empfohlen)
Es war so schrecklich entblößend und demütigend es zu erzählen, aber andererseits tat es so gut....Ich fand den Mut mich von dem Vater meiner so sehr geliebten Tochter zu trennen. Es folgte ein Monat der geprägt war von Streitereien und Liebesbekundungen. Irgendwann nahm ich ihn dann zurück. Ich verzieh ihm. Es dauerte einige Zeit bis ich wieder mit ihm schlafen konnte...Es war sogar irgendwann wieder schön. Bis es schön wurde tat ich es aus Pflichtbewußtsein. Ich glaubte wieder an uns und unsere kleine Familie. Bis es zu dem Abend kam als wir beide ausgegangen sind. Bis dato war ich oft raus und habe jedes Mal viel zu viel getrunken...um zu vergessen. Dieses Mal war auch er betrunken. Vielleicht lag es ja am Alkohol...Nach der Party kamen wir nach Hause, Mia hatte bei seinen Eltern geschlafen...Er wollte mit mir schlafen, ich wollte es nicht, fand es störend, dass er ankam...Ihm war es egal, dass ich nicht wollte. Ich fing an zu heulen...man kann es nicht mehr weinen nennen. Er machte einfach weiter, ich bettelte ihn an, damit aufzuhören...er hörte nicht auf mich. Als er dann fertig war schlief er neben mir ein...Ich konnte mich nicht bewegen. Ich war wie gelähmt vor Angst und Verwirrung. Ich weinte mich lange in den Schlaf. Morgens fragte er mich ob irgendwas mit mir sei....Ob denn alles in Ordnung ist...Es war wie ein Schlag ins Gesicht. Ich sagte irgendwas Ausweichendes. Kurz danach trennte ich mich erneut von ihm. Diesmal für 4 Monate.
In dieser Zeit lernte ich jemanden im Internet kennen. Wir trafen uns einige Male, ohne miteinander zu schlafen natürlich. Ich wollte mir Zeit lassen. Silvester verbrachte ich bei ihm...Und es ist fast schon lustig wenn es nicht so traurig wäre...Aber wieder war ich betrunken, er auch. Ich schlief, wachte auf. Er war auf und in mir, hielt meine Handgelenke fest...Er herrschte mich an, ich solle sagen, dass es mir gefällt. Ich flüsterte voller Angst, dass es mir gefällt...Dann schrie er mich an, ich solle sagen, dass es mir gefällt. Also sagte ich es. Er kam und ging sofort von mir ab. Er krümmte sich zusammen, weinte, flehte mich an, wie leid es ihm doch tue und wie unschuldig ich doch sei. Er fühle sich nun wie ein Tier und er habe sowas doch noch nie gemacht...Es war komisch. Ich war vollständig verwirrt. Ihn sah ich danach nie wieder. Verzweifelt wie ich war, kam ich wieder mit dem Vater meiner Tochter zusammen. Ich war so verlassen...ich dachte, dass es bei ihm wenigstens vertraut ist, wenn er sich an mir vergeht...Die Männer da draußen sind alle nicht besser. Es ging kurze Zeit gut, bis mir klar wurde, dass ich damit nicht klar kam. Meine früheren Panikattacken und Alpträume kehrten zurück. Also trennte ich mich endgültig.
Nach relativ kurzer Zeit traf ich einen ehemaligen Exfreund wieder...Mit ihm hatte ich nie geschlafen... Wir verstanden uns gut und ich verliebte mich. Mias Vater kümmerte sich derweil gut um sie. Er holte sie etwa einmal die Woche zu sich.
Es war ein Nachmittag als es passierte. Im Grunde nichts Schlimmes...Er holte Mia ab, sie wollte unbedingt mit ihm Bus fahren. Ich überredete ihn, dass er mit ihr mit dem Bus in die Stadt fährt. Er hatte so wenig Zeit, machte es aber dennoch. Er kam viel zu spät mit der schlafenden Mia im Arm wieder. Er musste zu Fuß zurücklaufen, weil der nächste Bus zu spät wieder zurück gefahren wäre. Und er hatte Mia den ganzen Weg getragen...Also mindestens eine halbe Stunde Fußweg lang...Er war unheimlich sauer auf mich, weil ich ihm nicht gesagt hatte wie die Busse fahren...Er machte mich so nieder dafür, dass ich einen vollkommenen Nervenzusammenbruch erlitt. Er fuhr schnell wieder, ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Um mich zu beruhigen griff ich zum Alkohol. Ich hatte eine angebrochene Flasche Martini von der letzten Party da...Mitten am Tag trank ich! Das war ein solcher Schock dass ich das unweigerliche Bedürfnis hatte mich verletzen zu müssen dafür. Ich wollte mich unbedingt bestrafen. Benommen ging ich in die Küche um ein Messer zu holen. Damit Schnitt ich mir viermal in meinen rechten Unterarm. Es war nicht besonders tief, aber allein die Tatsache, dass ich das gemacht habe war so ein Schock für mich, dass ich noch mehr Alkohol trinken "musste"...Das wiederum führte mich wieder zum schneiden...Am nächsten Tag machte ich es wieder. Ich war so verwirrt...Ich wusste nicht was da mit mir los ist.
Zunächst dachte ich, es wäre nur ein Ausrutscher gewesen...Was sind schon ein paar Schnitte an zwei Tagen...Dann lernte ich meinen neuen Freund kennen. Er hatte gerade eine Therapie hinter sich. Er war drogenabhängig. Kokain und Heroin...Ich wusste das alles. Ich dachte mir, dass zwei so kaputte Menschen sicher gut zusammenpassen würden. In der Zeit mit ihm Schnitt ich mich zunächst recht selten. Bis er seinen Rückfall hatte. Ich hatte ihn auf der Toilette vorgefunden...er saß dort ohnmächtig...Die Spritze lag auf dem Boden. Seine Schwester und dessen Mann waren dabei. Ich weiß nicht mal mehr, wie ich diese Zeit überlebt habe ohne mich sofort zu schneiden...Es kam erst am nächsten Tag die Gelegenheit für mich. Mia schlief längst, er schlief auch. Ich stand auf, ging in die Küche...Ich überlegte womit ich mich schneiden könnte...Das Messer war längst zu stumpf geworden. Ich ging also ins Bad, holte eine verpackte Rasierklinge, schnappte mir einen Hammer aus dem Wohnzimmer und fing an auf die Klinge drauf zu hauen. Ich wollte eine einzelne Klinge haben...Anders wäre es zu umständlich gewesen mich zu verletzen. Irgendwann habe ich dann eine der drei Klingen rausbekommen aus dem Plastikgehäuse. Ich nahm mir ein Küchentuch, wickelte es um das eine Ende der schmalen Klinge und setzte an...Ich traute mich nicht. So eine Enttäuschung! Also ging ich raus zum Kiosk und kaufte mir eine Flasche Barcadi...Martini hatten sie nicht da...Wieder zurück in der Küche setzte ich mich auf einen Hocker (hab keine Stühle) und fing an zu trinken. Mit jedem Schluck kam ein Schnitt...Irgendwann war ich vom wenigen Alkohol und vom Adrenalinschub in eine Art Benommenheit rein...Mit jedem neuen Schnitt fand ich mehr und mehr Spass daran. Das Blut floss schon längst von meinem Arm runter auf mein nacktes Bein und von dort tropfte und floss es allmählich auf den Boden. Es sah so wunderschön aus...soviel Blut...Ich lachte. Es hat mich richtig gefreut und glücklich gemacht. Die Schmerzen spürte ich längst nicht mehr. Plötzlich ging die Tür auf und ER stand vor mir...Ich konnte ihm nicht ins Gesicht sehen. Er stand einen Moment dort, dann kam er auf mich zu...Er fragte wo ich das Messer hätte...Ich zeigte ihm die Klinge, die ich vor Schreck auf den Boden hab fallen lassen...Er sagte nur "Oh Gott" als er realisierte wieviel Blut geflossen ist...ich war blutverschmiert....Er bat mich, mich zu duschen. Das tat ich dann auch...ich weinte ununterbrochen. Zurück im Wohnzimmer, wo er auf mich wartete, entschuldigte ich mich bei ihm. Die Wunden hatten noch nicht aufgehört zu bl*ten...Immer wieder presste er mir ein Handtuch drauf...Anschließend nahm er mich in die Arme und bat mich sowas nie wieder zu machen. Ich versprach ihm, dass ich es nie wieder machen würde. Natürlich konnte ich mich nicht daran halten. Ich versuchte es zu unterdrücken, aber es ging nicht. Ich Schnitt mich an beiden Armen und an den Oberschenkeln...Einmal auch an meiner linken Seite des Oberkörpers...Er trank immer mehr Alkohol, es gab immer mehr Streitereien. Bis ich mich letzendlich von ihm trennte. Er war wieder vollkommen fückfällig mit dem Heroin und wer weiß mit was noch.
Zwei Wochen waren wir getrennt als ich starke Todessehnsucht hatte...Es war schrecklich. Er hatte in dieser Zeit immer wieder den Kontakt zu mir gesucht...An diesem Tag, es war ein Sonntag, am 14.10.2007, wollte ich nicht mehr. Es war mir alles egal. Ich bat ihn vorbeizukommen und mir eine runter zu hauen. Weil er das schon immer mal machen wollte...Ich wollte ihn hassen...dafür dass er wieder Heroin spritzte, dafür dass er mir so weh getan hat...Er willigte tatsächlich ein. Als er hier war erklärte ich ihm, dass ich es doch nicht wollte...Ich erklärte ihm, dass ich mich lieber Ritzen und dass ich Angst habe, dass er sich dann nicht mehr unter Kontrolle hat, sollte er erst mal anfangen mich zu schlagen. Ihm war das egal...er wollte mit mir schlafen, er wollte mich schlagen und er wollte, dass ich das beides nicht will...Ich wollte es auch nicht. Alles aufzuschreiben wäre für mich derzeit noch zu tief verletzend...Am Ende hat er mich geschlagen und mich brutal vergewaltigt...Ich zeigte ihn an. Zur Zeit sitzt er in U-Haft. Einerseits beruhigend zu wissen, dass er nicht plötzlich ankommen kann um mich umzubringen, wie er es mir an diesem Abend gedroht hat. Aber andererseits ist es für mich so auch schrecklich. Das Ganze ist in meiner Wohnung passiert...An einem Ort, an dem man sich sicher fühlen sollte...Von einem Menschen dem ich einmal vertraut habe...Ich hatte zunächst täglich Panikattacken und nächtlich Alpträume. Inzwischen hat das ein klein wenig abgeschwächt. Was allerdings stark zugenommen hat ist mein SVV...Nahezu alle zwei Tage mache ich es seit diesem Vorfall...Ich kann nicht mehr ohne. Ich kann meine negativen Gefühle, wie Wut, Trauer, Verzweiflung, Angst, Panik, Selbsthass nicht mehr anders zum Ausdruck bringen. Ich bestrafe mich immer und immer wieder...Mein linker Arm, mein rechtes Bein, inzwischen sogar einmal ins Gesicht....
Ich habe Kontakt aufgenommen mit einer Dame vom weißen Ring und ich bin bei einer Frauenhilfsorganisation (dort wird den Frauen geholfen, die Opfer sexueller Gewalt sind)...Bald werde ich mir einen Therapeuten suchen...Aber will ich, dass es aufhört?!
5.11.07 00:04





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung